Die Hessische Weiterbildungsdatenbank wird gefördert aus Mitteln des HMWVL und der Europäischen Union - Europäischer Sozialfonds

Logo Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und LandesentwicklungLogo QualifizierungsscheckLogo Europäischer SozialfondLogo Europäische Union
qualifizierungsscheck.de | Seit 50 Jahren im Dienst der Bildung

Seit 50 Jahren im Dienst der Bildung

Insgesamt für 1513 Personen aus den Geburtsjahrgängen 1926 bis 1982 eröffnete die Walter-Kolb-Stiftung e.V. bislang mit Stipendien die Möglichkeit, beruflich weiter zu kommen oder einen ganz neuen Weg einzuschlagen. Von diesen ehemaligen Stipendiaten wurden mindestens 20 Professoren, 130 promovierten und die meisten erwarben Hochschul-abschlüsse. An erster Stelle der Abschlussstatistik stehen Ingenieure, an zweiter Stelle Lehr-, an dritter Stelle kaufmännische Berufe. Im weiteren Mediziner, Psychologen, Soziologen, Mathematiker, Anwälte, Physiker, Chemiker, Politologen, Pflegewirte, Architekten, Biologen, Geografen und Braumeister. Entwickelt und vorangetrieben hatten den Plan die vier jungen Stadtverordneten Friedrich Franz Sackenheim, Brigitte Freyh, Emil Bernt und Reinhard Brunk, die im Frühjahr 1956 erstmals als Kandidaten mit Kolb in den Wahlkampf gezogen waren. Kolb starb am 2. August 1956.

Zunächst diente die Stiftung allein dazu, jungen Berufstätigen ohne Abitur zu helfen, die Hochschulreife zu erwerben. 1987 erweiterten Bernhard Mihm, der Schuldezernent und Vorsitzende der Stiftung, gemeinsam mit Dorothee Vorbeck, Staatssekretärin im Kultusministerium, die Aufgabe um kostenlose Bildungsberatung. Die „Beratungsstelle für Weiterbildung Rhein-Main“ in der Walter-Kolb-Stiftung e.V. ist bundesweit anerkannt. Die Stiftung Warentest hat ihre Qualität in den letzten Jahren schon zwei Mal als „herausragend“ gewürdigt. Bislang fanden hier 30 000 Interessenten Rat. Die Nachfrage steigt ständig.

Geschäftsführer Dieter Schütz erklärt dazu: „Angesichts der sich rasant verändernden Lebens-und Arbeitsbedingungen und des damit einher gehenden steigenden Bedarfes an Orientierungsberatung verstehen wir unsere Arbeit als einen unerlässlichen Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge.“ Und er fügt hinzu: „So wie in früheren Jahren junge Berufstätige die Chance des Weiterkommens bekamen, bedürfen heute insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene mit Migrationshintergrund, von denen allzu viele keinen Schulabschluss haben, der Unterstützung. Deshalb werden wir unsere Arbeit auf eine breiter angelegte Förderung der beruflichen Integration von jugendlichen Migranten ausweiten“

Für den Herbst ist eine öffentliche Feierlichkeit geplant, bei welcher auch an den Namensgeber erinnert werden soll.


Als zusätzliche Option:

„Die schönste Zeit meines Lebens“ Dagmar Chidolue, eine von Vielen „Das war traumhaft! Das war einfach wie ein Geschenk!“ So schwärmt die erfolgreiche Frankfurter Kinderbuchautorin Dagmar Chidolue davon, dass die Walter Kolb Stiftung e.V. ihr einst den Besuch des Hessen-Kollegs ermöglichte. Die Eltern waren Volksschüler, die 1944 geborene Tochter kam auf die Realschule. Mit 16 begann sie, „ohne zu wissen, was das eigentlich war“, in ihrer Heimatstadt Gütersloh eine Lehre beim Steuerberater. Aber in ihr hallte der Rat einer Lehrerin nach: „Halbbildung ist gefährlich. Mach das Abi nach! “In Frankfurt arbeitete sie zunächst ein halbes Jahr in einem Musikverlag"und nahm nebenher Nachhilfeunterricht in Mathematik und Englisch, um sich auf die Aufnahmeprüfung zum Hessen-Kolleg vorzubereiten. Dann wurde der Traum wahr. „Das ist es! Mal so richtig zur Schule gehen. Das ist es!“ So empfand sie, als sie am Hessen-Kolleg angenommen wurde. Dazu 285 Mark netto im Monat, davon 85 Mark für Miete. „Das reichte“. Diese 2,5 Jahre nennt sie „die schönste Zeit meines Lebens“. Ihr Berufsweg führte sie für 30 Jahre als Finanzfachfrau und Controllerin zu einem Bankenverband in Frankfurt. Seit 1967 hat sie aber auch mehr als 50 Kinder- und Jugendbücher geschrieben und sie ist mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet worden. www.dagmar-chidolue.de

zum Seitenanfang© 2009 - Weiterbildung Hessen e.V.